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Wu Zhao verlässt DingTalk: Besiegt hat ihn nicht der Kündigungsessay, sondern das Schuften ins Leere
437 Tage, Kundenbesuche im Feld, Zufriedenheit von 30 auf 80 Prozent, ein Feldbett im Büro, der Blick darauf, wann im Feishu-Gebäude das Licht ausgeht: Der Fleiß von Wu Zhao war echt. Echt ist aber auch: DingTalk ONE in vier Monaten gelauncht, drei Millionen täglich aktive Nutzer, Retention im freien Fall, nach zehn Monaten zerschlagen. Die KI hat die Produktivität ans Maximum getrieben, doch neue Nutzungsszenarien sind nicht entstanden, und den besten Weg der Mensch-KI-Kollaboration hat noch niemand gefunden. Das ist nicht nur das Scheitern eines Einzelnen, es ist der kollektive Ausfall der Erfolgsformel einer ganzen Ära. Und das Schuften ins Leere ist die erste Falle, die diese Ära den Produktmanagern stellt.
Das Betriebssystem von Wu Zhao wurde in Japan installiert
1999 als Praktikant bei Alibaba, zwei Jahre später nach Japan, elf Jahre lang geblieben. Zurück in China baute er DingTalk, baute Hardware, und selbst für sein eigenes Unternehmen zielte er auf den japanischen Markt. Das präzise, disziplinierte, bis ins Letzte geschliffene Betriebssystem von Wu Zhao wurde in Japan gegossen. Für Hardware ist es Spitzenausstattung, für die Erkundung der KI ist es eine grundlegende Fehlpassung. Der wahre Grund für den Absturz von DingTalk stand längst in seinem Lebenslauf.